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News-Archiv

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0 Zeichen, 0 Sätze, Dienstag, den 26. Dezember 2017, © 1999 - 2018
Datum:Mittwoch, 10.Juni.2009
Meldung:Neue Kfz-Steuer ab 1. Juli 2009: Lieber 1 Mio schicke Design-Stinker mit veralterter Technik als den Einstieg in die Zukunftstechnologie
text:Aus einem offenen Brief an das BMF der solarmove GmbH, Norman Heeg

Sehr geehrte Damen und Herren im BMF,

ich vertreibe als Gewerbetreibender viele von den zigtausend Elektro-"Franzosen", wobei unsere Auswahl der Fahrzeuge immer gewährleistet, dass die Fahrzeuge unter 15 kWh/100 km ab Steckdose (1,2 Liter Benzinäquivalente/100 km) und 11 kWh (0,9 Liter Benzinäquivalente/100 km) ab Batterie in der Praxis fahren.

Deutsche Fahrzeuge mit den o.g. Verbräuchen gibt es leider nicht. Dennoch möchte ich darauf hinweisen, dass die ganze Technik aus den franz. Autos von Prof. Schuhke, ABB, Mannheim und RWTH Aachen und Uni Kaiserslautern kommt - anno 1982 und immer noch up2date. Soviel kann man leider vom BMF nicht sagen, doch dazu später...

Viele der Autos bekommen nun von Technikfreaks auch Lithium-Batteriesätze eingebaut, wobei der Preis gar nicht viel teurer ist wie gewohnte Technologie (NiCd, NiMH). Der Verbrauch sinkt und gleichzeitig sind die Fahrzeuge leichter und spritziger.

Unsere Kunden denken nun, dass die Elektroautos ab 1. Juli keine Steuer mehr entrichten müssen, da ja auch von der Bundesregierung das Ziel zur möglichst schnellen Einführung von einer Millionen Elektroautos ausgegeben wurde. Alle Autos unterhalb eines Grenzwertes von 120 g CO2/km sollen nur noch eine technologie-orientierte Basissteuer entrichten, die jedoch sehr gering ist - für Benziner 2 Euro pro angefangener 100 cm3 Hubraum.

Nur: Wieso wird z.B. ein schicker Fiat 500 mit einem Norm-Verbrauch von 5,1 Liter Super (119 g/km ab Tank, 149 g/km ab Raffinerie, 1xx? ab Förderung) mit 12 Euro p.a. besteuert und unsere E-Autos, die fast alle aus/in/im die Solar-Szene fahren und mit eigener Solaranlage oder Ökostrom betrieben werden, dann mit meist 90 € (1445 kg zulüssiges Gesamtgewicht bei 5 Personen, 11,25 € pro je angefangene 200 kg, also 8 x 11,25 = 90€) oder mehr?

Übrigens: Auch wenn der Kunde Graustrom fährt, kommt er immer unter 80 g/km!

Es geht hier zwar nicht um viel Geld, aber um das Prinzip. Der Staat ist Leitbild, jeder Bürger achtet auf dieses Leitbild, und wenn dieses Leitbild unschlüssig ist, bleibt der Konsument - der ja die 1 Millionen E-Autos kaufen soll - es auch.

Herzlichen Glückwunsch nach vielen Jahren Überlegung!



Tschüss Elektroauto, hier kommt Marchione!


Also: Wollt Ihr wirklich schicke, kleine Benziner mit alten Motoren fördern, anstatt in die Zukunfsttechnologie einzusteigen? Das wäre umweltpolitisch und industriepolitisch fatal und nicht zuletzt auch förderpolitisch widersinnig, zumal derzeit Elektroautos in Deutschland und weltweit vom Staat gefördert werden.
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